Naturtipp 5
Naturnahe Flächen – Oasen der Biodiversität auch im Winter
Die Gemeinde Wängi unterhält verschiedene insektenfreundliche Flächen, die mit fachgerechter Pflege Insekten und Vögel nützen. Die Zeit der farbigen Augenweiden ist vorbei und es stehen nun eher braune vertrocknete Stängel und Samenkapseln in der Landschaft. Was für einige vielleicht unordentlich aussieht, ist jedoch für viele Tiere überlebenswichtig.
Wo Pflanzen blühen und verblühen dürfen und auch im Winter stehen gelassen werden, entsteht Biodiversität. Unzählige Insekten haben ihre Eier in verdorrten Stängeln abgelegt und sichern damit die Generation für das nächste Jahr. Den noch aktiven Insekten dienen diese als Unterschlupf und Versteck, weil sich nicht alle im Boden schützen. Je mehr verschiedene Standorte mit Blumen und Stauden, Ast- und Laubhaufen angelegt werden, umso mehr Insekten und auch Vögel können davon profitieren und sichern damit im Frühling das Erwachen der nächsten Generation.
Wenn die Sonne an warmen Tagen auf magere Standorte scheint, fleucht und kreucht es immer noch. In der Luft tanzen diverse Insekten, die jagen und fressen. An kälteren Tagen glänzen nasse Spinnennetze zwischen den Halmen in der Morgensonne. Faszinierend für das Auge sind auch die mit Reif überzogenen Samenstände von Karden, wilden Möhre, Giersch usw. Auch viele weitere Kunstwerke der Natur erfreuen uns bei genauem Hinsehen.
Naturtipp: Helfen Sie mit, mehr naturnahe Flächen zugunsten der Biodiversität in der Gemeinde zu schaffen. Lassen auch Sie im Garten Blumen stehen. Sie schenken damit der Natur Schutz und Vielfalt und im Frühling summt und singt es wieder. Zudem erfreuen Sie sich auch im Winter und in Ihrer Nähe an den faszinierenden Kunstwerken der Natur.