Naturtipp 3
Rasenroboter – leise und effizient, jedoch auch eine Gefahr für diverse Lebewesen und die Artenvielfalt
Mäh-Roboter sorgen für einen gleichmässig kurzen Rasen. Sie ersparen Arbeit, sind leise und gelten im Vergleich zu anderen Rasenmähern auch als umweltfreundlicher.
Doch welche Auswirkungen hat das Mähen mit Robotern auf die Natur?
In den Gebrauchsanweisungen findet sich regelmässig der Hinweis, dass Mäh-Roboter nicht unbeaufsichtigt arbeiten sollen, wenn Kinder oder Haustiere in der Nähe sind. Tests haben gezeigt, dass manche Modelle einen Apfel und sogar einen Schuh überrollen und schreddern. Roboter können somit auch eine Gefahr sein für Kleintiere wie Blindschleichen, Kröten, Käfer, Insekten, Schnecken, Würmer, Spinnen und besonders auch für Igel. Diese sind nachts unterwegs. Wird der Igel überrascht, kugelt er sich ein und wird angefahren. Kleintiere wie Blindschleichen, Eidechsen, Kröten und Salamander werden überrollt und zerstückelt.
Nebst der bestehenden Gefahr für Kleintiere gerät auch die Artenvielfalt unter Druck. Wo Rasenroboter eingesetzt werden, gibt es keine blühenden Gräser und Blumen für Insekten mehr. Das häufige Mähen, oft in chaotischen Bahnen, verhindert, dass sich Blüten bilden können - etwa von Klee. Damit entfällt eine wichtige Nektarquelle für Insekten.
Tipps beim Einsatz von Robotern
Lassen Sie den Roboter nur tagsüber laufen und stellen Sie ihn ab, wenn Kinder im Garten spielen. Mögliche Verstecke von Tieren sollen mit dem Laubrechen kontrolliert werden, da beispielsweise schlafende Igel kaum zu sehen sind. Lassen Sie mindestens 10 Prozent der Rasen-Fläche als Wildwiese stehen und blühen. Sie erweisen damit der Natur einen wertvollen Dienst. Ein Naturgarten mit Hecke ist immer noch der beste Beitrag für die Artenvielfalt und bietet den Tieren die benötigte Nahrung und Unterschlupf.