Naturtipp 2
Fütterung von Wasservögeln – nützlich und gesund, oder einfach nur Fastfood?
Gerade in den vergangenen Monaten, in denen die Natur von vielen neu und wiederentdeckt wurde, sieht man vermehrt Fütterungen von Wildtieren, insbesondere von Wasservögeln. Ein paar Brotflocken auf der Wasseroberfläche bieten die Gelegenheit, wilde Wasserbewohner aus der Nähe zu beobachten und manch einer teilt sein Sandwich gerne in der Mittagssonne mit den bettelnden Schnabelträgern.
Die Fütterung von Wasservögeln ist jedoch unnötig, erst recht in den Sommermonaten, in welchen die Vögel auf, unter und neben dem Wasser genügend natürliche Nahrung finden.
Grosse Brotmengen können zu Verdauungsproblemen führen, erst recht, wenn schimmeliges Brot, oder gewürzte Essensreste verfüttert werden.
Ganze Brotlaibe, oder Toastbrotscheiben haben im Wasser nichts verloren, da Brot, welches nicht gefressen wird, verrottet und das biologische Gleichgewicht / den Wasserhaushalt stört.
Die Fütterung mit Brot kann also durchaus mit Fastfood verglichen werden, was man sich zwischendurch gönnen darf, im Sinne der Gesundheit kommt es aber vor allem auf den bewussten und massvollen Umgang damit an.
Tipp
Gerade Blässhühner (Taucherli) lieben Gras, das ist auch der Grund, weshalb man diese beispielsweise oft auf dem Weg neben dem Webereiweiher antrifft. Die Lockwirkung eines Grasbüschels steht Brot in nichts nach. Bitte aber auch hier nicht übertreiben, denn die Blässhühner sollen nicht verlernen, wo das Gras steht und wie man es abzwickt.
Für weiterführende Informationen empfehlen wir die Internetseite der Schweizerischen Vogelwarte (www.vogelwarte.ch).