Naturtipp 2
Rosenkäferlarve gegen Engerling –
Alles was aussieht wie ein Engerling, ist ein Engerling. Aber nicht alles was aussieht wie ein Engerling ist auch ein Schädling.
Im Volksmund werden nur die Larven des Mai- und Junikäfers als Engerlinge bezeichnet, aber das sind längst nicht die einzigen. Die Larven mehrerer hundert Käferarten, welche in der Schweiz leben gehören wissenschaftlich gesehen zu den Engerlingen und sehen denen des Mai-/Junikäfers zum Verwechseln ähnlich. Die allermeisten dieser Käferarten ernähren sich jedoch ausschliesslich von abgestorbenen Pflanzenteilen.
Rosenkäferlarven – des Gärtners Freund
Wenn beim Umgraben des Komposts eine Rosenkäferlarve zum Vorschein kommt, so ist dies kein Grund zur Sorge. Ganz im Gegenteil: Sie ist ein Nützling, der abgestorbene Pflanzenteile verdaut, Humus produziert und die Bodenqualität verbessert. Wer versehentlich eine Rosenkäferlarve ausgräbt, sollte sie rasch wieder eingraben. Denn mit ihrer dünnen Haut trocknen sie im Sonnenlicht innert kürzester Zeit aus.
Mai- und Junikäferlarven - des Gärtners Feind
zwei Engerlinge des Maikäfers.
Mai- und Junikäferlarven gehören zu den am meisten gefürchteten Gartenbewohnern. Für die Gärtner unsichtbar fressen sie unterirdisch die Wurzeln von Pflanzen. Wenn man den Schaden bemerkt, ist es oft bereits zu spät und die Pflanze kurz vor dem Absterben.
Tipps gegen die schädlichen Mai- und Junikäferlarven
Schalten Sie die Nachtbeleuchtung im Garten aus. Licht zieht die nachtaktiven Käfer an. Legen Sie während der Flugzeit (Mai und Juni) ein Insektenschutznetz über die Beete.
Zusätzlich ist es sehr hilfreich, die natürlichen Feinde von Engerlingen wie Vögel, Spitzmäuse, Igel und Maulwürfe im Garten willkommen zu heißen und dort zu halten. Auf diese Nützlinge weisen die zahlreichen Löcher in Rasen und Beeten hin. Was dem Hobbygärtner zuerst ärgerlich erscheint, stellt sich auf lange Sicht als sehr nützlich heraus. Denn die Tiere ernähren sich mit einer großen Vorliebe von den saftigen Larven und graben hierfür auch gerne mal den Boden nach der leckeren und nahrhaften Mahlzeit um.
Bieten Sie diesen Tieren also weiterhin Unterschlupf in Ihrem Garten an mit Asthaufen für Igel, Komposthaufen für Spitzmäuse und Hecken für Vögel.