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Naturtipp 3

Nützlinge im Garten – die natürlichen Feinde der Blattlaus

Blattläuse machen sich zu Tausenden an den schönsten Pflanzen in den Gärten zu schaffen. Diese werden verständlicherweise bekämpft, leider oft mit chemischen Mitteln. Doch die Blattlaus hat viele natürliche Feinde wie Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen, Schwebfliegen, Ohrwürmer usw.

Der Marienkäfer geniesst grosse Sympathie und ist ein gern gesehener Gast im Garten. Er soll bekanntlich Glück bringen! Viele Marienkäferarten fressen Blattläuse. Allein die Nachkommen eines einzigen Siebenpunkt-Marienkäfers können während des Sommers rund 100‘000 Läuse vertilgen.

 

Auch die Larven der Florfliege und der Schwebfliege fressen mit grossem Appetit Blattläuse. Auf Ihrem Speisezettel haben sie auch weitere Blattsauger. Schwebfliegen sind zudem Pollensammler, die nicht nur für die Bestäubung zuständig sind, sondern auch Frassinsekten abschrecken.

Florfliegenlarve
Florfliege  und

Wie können die wertvollen Nützlinge angelockt werden?

Nützlinge sorgen dafür, dass die Pflanzen gut gedeihen und die Ernte reich ausfällt. Durch den Einsatz von Chemie verschwinden leider diese wertvollen Helfer. Erhalten die Nützlinge jedoch einen attraktiven Lebensraum in den Gärten, siedeln sie sich gerne an. Durch ein vielfältiges Nahrungsangebot vermehren sich die Blattlausjäger und als Folge nimmt der Blattlausbefall spürbar ab. Marienkäfer bspw. finden Nahrung in einer Wildblumenwiese mit Dill, Schafgarbe, Klatschmohn. Sehr wichtig sind auch gute Nistmöglichkeiten für die Nützlinge.


 

Florfliegenkasten



Mit einer kleinen Totholzhecke, einem Florfliegenkasten oder einem Insektenhotel finden zahlreiche Nützlinge Unterschlupf. Für die Anlegung eines eigenen Nützlingsgartens braucht es nicht viel. In Reisighaufen, Trockenmauern und im Teich sind die Nützlinge zuhause.

 

 


Tipp: Ein Holzgestell, vielleicht ein ausrangiertes Regal, welches unterteilt und mit Stroh, Holz, Laub, Tonscherben und Steinen ausgefüllt wird, reicht bereits als Lebensraum für zahlreiche Nützlinge. Dieses „Insektenhotel“ schafft durch seine „Zimmer“ Platz für unterschiedlichste Bewohner. Antreffen kann man verschiedene Wildbienen- und Wespenarten, Hummeln, Marienkäfer, Florfliegen oder Ohrwürmer. Der Fantasie bei der Verwendung von vielfältigen, natürlichen Materialen sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Der beste Magnet für alle Gartennützlinge ist ein Garten, in dem viele verschiedene heimische Pflanzen stehen und auf den Einsatz von Gift verzichtet wird.

Im letzten Naturtipp wurde über einen weiteren Nützling – den Rosenkäfer – berichtet. Als Nachtrag hier ein Tipp zur Unterscheidung der Rosenkäferlarven von den schädlichen Mai- und Junikäferlarven:  In der Hand oder auf ein Blatt gelegt, bewegt sich die Larve des Maikäfers auf der Seite schlängelnd und diejenige des Junikäfers auf dem Bauch. Die Larve des nützlichen Rosenkäfers  hingegen bewegt sich auf dem Rücken.